Manna 2022 ist Martin Wörners lachsrot schimmernder Cuvée aus Rheinhessen, Deutschland — 60 % Scheurebe, 25 % Portugieser und 15 % Regent, gewachsen an 35 Jahre alten Kalksteinreben in 300 Metern Höhe. Eine gemeinsam vergorene Mischung aus aromatischen weißen und rotbeerigen Trauben, die in einer eigenen Kategorie steht: nicht ganz rosé, nicht ganz weiß, ganz eigenständig.
Wer ist Martin Wörner — und was macht Manna aus?
Martin Wörner verbrachte Zeit mit der Weinbereitung bei Tom Lubbe in Matassa im Roussillon und mit dem Team von Gut Oggau im Burgenland, bevor er zum Weingut seiner Familie in Rheinhessen zurückkehrte und Marto gründete. Er brachte eine völlig andere Vorstellung davon mit, wie deutscher natürlicher Wein sein kann — leichter, wilder, instinktiver — und wandte sie auf Rebsorten und Terroir an, die die meisten bisher übersehen hatten.
Die drei Sorten werden gemeinsam von einem Hektar Kalkstein geerntet. Nach der Gärung reift Manna 6–9 Monate in großen alten Eichenfässern zwischen 1.000 und 2.400 Litern ohne Bâtonnage. 2022 wurden 16.000 Flaschen produziert. Zum Jahrgang sagt Martin: „Wir erlebten einen wunderbaren Frühling mit einem heißen, trockenen Sommer, bis Mitte September, als das Wetter umschlug und viel Regen brachte. Die Hälfte der Ernte zeichnete sich durch Spannung und Konzentration aus, die andere Hälfte sorgte für den Ausgleich.“ Genau dieser gespaltene Charakter macht den Jahrgang 2022 so spannend.
Blass kupfer-rosa, fast pfirsichfarben. Juicy und elektrisierend vom ersten Schluck: mazerierte Erdbeeren, Pfeffer, Kräuter und dann etwas völlig Unerwartetes — ein Hauch von Cola-Gummis und eine Spur Lakritz, die es wirklich schwer macht, das Glas wegzulegen. Die Scheurebe bringt tropisch-aromatische Frische; Portugieser und Regent sorgen für Grip, Würze und Farbe. Ungewöhnlich, selbstbewusst und unwiderstehlich.
Wie Martin sagt: „Manna = ENERGIE! LEBEN! LIEBE!“ Kühl servieren. Kein Anlass nötig.